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Spätestens wenn das eigene Kind sich an Gegenständen hochzieht, fragt man sich: Braucht mein Kind jetzt Schuhe? Worauf muss ich beim Kauf achten? Die meisten Kinder laufen mit circa zwölf Monaten frei – das gilt aber nicht für jedes Kind. Wichtig ist, dass die Entwicklungsschritte bis zum freien Laufen, also bis zur Aufrichtung, alle hintereinander gemacht wurden. Denn jeder Entwicklungsschritt baut auf den anderen auf und hat einen Sinn.

Geben Sie Ihrem Kind Zeit
Wir laufen ein Leben lang – also geben Sie Ihrem Kind Zeit. Fördern Sie Ihren Nachwuchs nicht mit falschem Ehrgeiz, etwa weil ein anderes Kind aus der Krabbelgruppe schon mit zehn Monaten laufen kann. Vermeintlich unterstützende Lauflernhilfen schaden der motorischen Entwicklung. Es können Fußfehlstellungen auftreten, weil das Kind in eine Standposition gebracht wird, obwohl der kleine Bewegungsapparat noch gar nicht darauf vorbereitet ist.

Barfuß starten
Für die Förderung einer guten Fußentwicklung ist das Barfußlaufen in den eigenen vier Wänden am besten – in der kalten Jahreszeit mit Anti-Rutsch-Socken. Auch sogenannte Krabbelschuhe sind geeignet. Für draußen sind die ersten Schuhe erst dann nötig, wenn Ihr Kind auch frei laufen kann. Die kindliche Fußentwicklung ist nicht abgeschlossen, wenn es auf den eigenen Füßen steht und anfängt zu laufen. Im Gegenteil: Der kindliche Fuß entwickelt sich bis zum jugendlichen Alter. Erst mit rund zwölf Jahren entspricht das Laufmuster des Fußes dem eines Erwachsenen.

Anfangs wird „gewatschelt“
Das Fußskelett ähnelt bei einem Neugeborenen einer knorpelig angelegten Struktur und hat ein Fußsohlen-Fettpolster. Mit dem Beginn der Aufrichtung wird die Fußsohle immer mehr belastet und erfährt Druck, so entsteht die sogenannte Fußplatte. Erst dann formen sich die Längs- und Quergewölbe stärker aus und bilden sich in die Höhe – wohlgemerkt über Jahre. Das Fußsohlen-Fettpolster schützt zu Beginn des Laufens die empfindlichen Strukturen und entlastet die Fußsohle von Druck. Wenn die Knirpse barfuß laufen, hört es sich oft „platschend“ an und sieht „watschelnd“ aus. Das kommt daher, dass der ganze Fuß noch aufgesetzt wird und noch keine Fuß- Abrollbewegung möglich ist.

Kinderschuhe kaufen

Schuhe sollen gesunde Kinderfüße schützen, aber sie sollten sie nicht stützen. Jeder Kinderfuß ist individuell, es gibt nicht den richtigen Schuh. Wichtig: Gehen Sie in ein gut sortiertes Fachgeschäft, kaufen Sie die ersten Schuhe nicht online.

Fußschablone mitnehmen / Erstellen Sie eine Schablone der kleinen Füße, am besten aus festem Papier. Der Schuh sollte innen 1-1,5 cm länger sein als der Fuß selbst. Dank der Schablone können Sie auch gut die Breite eines Schuhs erkennen. Die Schablone alle drei Monate neu erstellen.

Nachmittags kaufen / In der zweiten Tageshälfte, nach Belastungen, sind die Füßchen ein bisschen „dicker“ und ein paar Millimeter größer. Daher lieber nachmittags kaufen.

Fühlen Sie selbst / Fühlen Sie im Laden in das Innere des Schuhs, mögliche Kanten und Nähte können scheuern. Gesunde Füßchen brauchen kein vorgeformtes Fußbett. Alle Fußmuskeln werden am besten auf natürliche Weise gefördert.

Tipp von BabyCoach-Verena: „Bitte keine Schuhe auf Zuwachs kaufen – Kinderfüße können schnell wachsen. Sind die Schuhe zu klein, wird die Entwicklung des Abrollens behindert. Sind sie zu groß, fangen die Zehen vorne an zu ‚krallen‘, damit der Schuh nicht so rutscht.“