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Die Haut von Babys ist sehr empfindlich. Eine Babyhaut kann mehr Wasser aufnehmen als die eines Erwachsenen. Die oberste Hautschicht enthält mehr Feuchtigkeit, aber der Anteil natürlicher Feuchtigkeitsbinder ist geringer. Die Unterschiede zur Erwachsenenhaut sind mindestens im ersten Lebensjahr vorhanden. Generell gilt: In Sachen Pflegemittel ist weniger oft mehr. Baby-Badezusätze und spezielle Pflegecreme schaden grundsätzlich nicht, wenn man diese in Maßen anwenden.

Baden ist besser als waschen: das Thema Babypflege wird selbst unter Experten, Ärzten und Hebammen heiß diskutiert. Wissenschaftliche Erkenntnisse über das „Richtig“ oder „Falsch“ in der Hautpflege gibt es kaum. Allerdings haben Mediziner an der Berliner Charité, im Rahmen klinischer Studien, Pflegeempfehlungen speziell für Babyhaut erarbeitet, die eine gute Orientierungshilfe bieten. In einer der Studien wurden zwei Gruppen miteinander verglichen: Säuglinge, die zweimal wöchentlich gebadet wurden und Säuglinge, die mit einem Waschlappen gewaschen wurden. Nach vier Wochen stellten die Mediziner unterschiedliche Werte beim Feuchtigkeitshaushalt, Fettgehalt der Haut und pH-Wert fest. Das Ergebnis daraus: Baden ist besser als waschen, da es einen positiven Einfluss auf den Feuchtigkeitsgehalt und die Barrierefunktion der Haut hat. Zudem stellten die Forscher in einer zweiten Studie fest, dass babyfreundliche Pflegeprodukte (Badezusatz und Pflegecreme), zweimal wöchentlich angewendet, die Schutzfunktion der Haut verbessern.

Tipps zur Nabelpflege: der Nabelschnurrest wird beim Neugeborenen mit einer kleinen Nabelklemme abgeklemmt, meist wird noch etwas Mull darauf gelegt, um Hautirritationen zu vermeiden. In der Regel dauert es neun bis zwölf Tage, bis die restliche Nabelschnur vollständig eingetrocknet ist und abfällt. Es ist wichtig, den Nabel trocken zu halten. Einige Hebammen empfehlen zur täglichen Nabelpflege ein Puder. Die Puderreste müssen einmal täglich gründlich entfernt werden, damit nichts scheuert oder drückt. Die Verwendung eines Nabelpuders ist aber kein Muss – der Nabel heilt in der Regel auch ohne Puder problemlos ab.

Tipps zur Popo-Pflege: die anfälligste Körperpartie ist die Windelregion. Hier ist die Haut sozusagen „unter Verschluss“. Zudem begünstigt das feuchtwarme Klima die Ansiedlung von Pilzen und die Ausbreitung von Bakterien. Also lassen Sie Ihr Baby bei angenehmer Zimmertemperatur, unter einem Wärmestrahler oder im Sommer draußen ruhig mal öfter nackig strampeln. Kaum ein Baby übersteht die Windelzeit, ohne dass der Popo mal rot und wund ist. Viele Babys bekommen auch beim Zahnen einen wunden Popo. Erste-Hilfe-Maßnahme: Wenn der Popo nur rot, aber nicht entzündet ist, können Sie auf die betroffenen Stellen Muttermilch geben. Dann verzichten Sie auf Reinigungstücher und nehmen
lauwarmes Wasser. Wechseln Sie die Windeln öfter als sonst. Um die Heilung zu unterstützen, können Sie entzündungshemmende Salben mit Substanzen wie Ringelblumenextrakt, Hamamelis, Creme auf Zinkoxidbasis oder Vitamin E verwenden.

Allgemeine Pflegeempfehlungen*

  • Babys sollten zwei- bis dreimal wöchentlich gebadet werden. Wichtig: erst nachdem der Nabelschnurrest abgefallen ist! (Bitte befragen Sie hierzu auch Ihre Hebamme)
  • Die Raumtemperatur sollte über 22 Grad Celsius und die Wassertemperatur 35-38 Grad Celsius betragen. Bevor Sie Ihr Baby in das Wasser gleiten lassen, immer die Temperatur mit ihrem eigenen Unterarm testen.
  • Dauer: ca. 5-10 Minuten
  • Ein milder Badezusatz hat positive Auswirkungen auf die Babyhaut. Es wird empfohlen, nach dem Baden, die Babys mit einer Pflegecreme/-.l zu verwöhnen.

*Diese Pflegeempfehlungen wurden von Medizinern der Berliner Charité und dem Unternehmen Johnson & Johnson erarbeitet und veröffentlicht.

„BabyCoach-Verena – Kolumne Gesundheit“: Printausgabe 01/20, so Gesund Verlag, Berlin; hier gelangen Sie zum so gesund-Abo

„BabyCoach-Verena – Kolumne Gesundheit / Authorin: Verena Doennig-Wagener“: Januar 2020, so Gesund Verlag, Berlin