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Ein Baby verbraucht im Durchschnitt acht Windeln pro Tag – dementsprechend viel Zeit verbringen Eltern am Wickeltisch. Da lohnt es sich, mal einen genaueren Blick auf das Thema zu werfen: Sind eigentlich Einwegwindeln oder Stoffwindeln besser? Und was muss beim Wickeln sonst noch beachtet werden?

Einwegwindeln sind auf die einzelne Windel gerechnet relativ teuer – die Kosten für das Gesamtvolumen fallen aber nicht auf einmal an, sondern verteilen sich über die Wochen und Monate der Wickelzeit. Das entlastet den Geldbeutel – hinzu kommen aber die Kosten der Müllentsorgung. Einwegwindeln bieten dem Baby hohen Tragekomfort: Speziell saugfähige Materialien sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit schnell ins Innere gelangt, die empfindliche Babyhaut kann atmen. Und auch für die Eltern ist Komfort natürlich ein wichtiges Argument: Das Windelwechseln geht schnell und sie sind einfach zu entsorgen, Waschen und Trocknen entfällt.

Stoffwindeln heutzutage haben nichts mehr mit den alten Mullwindeln aus der Zeit unserer Großeltern zu tun. Für empfindliche Babyhaut sind sie meist verträglicher, außerdem oft auslaufsicherer als viele Einwegwindeln. Aus ökologischer Sicht sind Stoffwindeln vorzuziehen, da sie kaum Müll verursachen. Allerdings ist das Handling besonders anfangs etwas schwieriger. Aber Übung macht den Meister! Kostenvergleiche habe gezeigt, dass es kaum einen Unterschied zwischen den beiden Windelsystemen gibt. Die Erstausstattung bei Stoffwindeln verschlingt erstmal eine hohe Summe, das regelmäßige Nachkaufen der Windeln entfällt aber dafür. Während bei Stoffwindeln außerdem keine Kosten für den Müll entstehen, steigen natürlich Wasser- und Energiekosten durch das Waschen. Kurz gesagt: Welche Windel die richtige ist, entscheiden Eltern und Baby individuell – beide Systeme haben Vor- und Nachteile.

Das richtige Handling beim Wickeln
Vermeiden Sie es, das Baby an an den Füßchen hochzuziehen, um die Windel unter den Popo zu schieben – das ist nicht gut für die Babyhüften. Umgreifen Sie stattdessen zum Beispiel mit ihrer rechten Hand locker den rechten Oberschenkel in Hüftnähe. Das linke Bein liegt locker auf Ihrem rechten Unterarm. Dann können Sie ganz leicht den Po anheben. Die Windel sollte nicht zu locker sitzen, aber auch nicht zu fest. Ein bis zwei Finger sollten sich locker zwischen Bauch und Windel schieben lassen. Achten Sie außerdem in den ersten Lebenswochen auf den Bauchnabel , wenn er noch nicht abgeheilt ist: Schlagen Sie den Windelrand um, damit an dieser Stelle keine Reibung entsteht. Grundsätzlich gilt: Zelebrieren Sie das Wickeln und schenken Ihrem Baby besondere Aufmerksamkeit. Wickelzeit ist Quality Time!

 

„BabyCoach-Verena – Kolumne Gesundheit“: NUR Printausgabe 06/19, so Gesund Verlag, Berlin; hier gelangen Sie zum so gesund-Abo